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So sieht moderne Personalentwicklung aus

Personalentwicklung

Mit Hilfe der neuesten Technologien und Erkenntnissen der Lernpsychologie werden neue, effizientere Lernmethoden entwickelt. Es lohnt sich, diese zu kennen und sie in der Personalentwicklung/L&D zu nutzen, um den aktuellen und geplanten Bedarf des Unternehmens an kompetenten Mitarbeitern zu decken.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über:

  • die digitale Transformation, wie sie die Personalentwicklung verändert hat und wie der Markt auf diesen Wandel reagiert;
  • die Qualifikationslücke (Skill-Gap) ist und wie sie behoben werden kann;
  • die modernsten Methoden im Bereich L&D: soziales Lernen, Peer-to-Peer-Lernen, blended learning und adaptives Lernen;
  • die passenden Tools, mit denen Sie diese Methoden umsetzen können.

Die Richtung, in die sich Mitarbeiterentwicklung bewegt

Personalentwicklung/L&D ist ein systematischer Prozess, der darauf abzielt, das Wissen und die Fähigkeiten eines Mitarbeiters zu verbessern. Sie ermöglicht eine bessere Leistung am Arbeitsplatz. Dies ist ein sich schnell entwickelndes Feld, das vor allem durch die digitale Transformation beeinflusst wird.

Dank wissenschaftlicher Fortschritte in der Lernpsychologie und deren Umsetzung mit den neuesten Technologien werden Systeme geschaffen, die bisher unerreichte Ergebnisse im Mitarbeiterentwicklungsprozess ermöglichen, was Effektivität und Effizienz angeht. Schätzungen zufolge wird die L&D-Branche zwischen 2018 und 2022 ein Wachstum von rund 11 % verzeichnen und 30 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein, sollten Sie herausfinden, warum Sie diesen Bereich genau im Auge behalten müssen, und sich über die Werkzeuge und modernen Technologien im Bereich Personalentwicklung informieren.

Was ist die Qualifikationslücke (Skill-Gap)?

Die Dynamik der Gegenwart, sich ändernde Trends und Verbraucherwünsche erfordern von Unternehmen und ihren Mitarbeitern, dass sie sich laufend verändern und anpassen. Die sog. Qualifikationslücke oder Skill-Gap ist eine Situation, in der die Fähigkeiten eines Teams sich nicht mit den Anforderungen des Unternehmens decken. Besonders anfällig für dieses Phänomen sind Unternehmen und größere Betriebe mit langen Entscheidungsprozessen.

Der Grund dafür liegt in der extrem schnellen technologischen Entwicklung, der das Schulsystem nicht gerecht wird, aber auch in der unzureichenden Umsetzung der beruflichen Ausbildung – und gerade auf den letzten Aspekt haben die Unternehmen den größten Einfluss. 

Qualifikationsdefizite führen häufig zu einem Produktivitätsrückgang, einer verminderten Arbeitsqualität und einer schwachen Arbeitsmoral.

Warum reichen die traditionellen Ausbildungsmethoden nicht mehr aus?

1996 stellten Michael Lombardo und Robert Eichinger in „The Career Architect Development Planner ein 70:20:10-Lernmodell vor, nachdem sie Interviews mit 200 Managern über deren Lernstil geführt haben. Das Modell geht davon aus, dass die Entwicklung von Mitarbeiter wie folgt verläuft:

  • 70% Arbeitsalltag und anspruchsvolle Aufgaben
  • 20% Lernen von Kollegen
  • 10% Teilnahme an Schulungen

Dieser Standardansatz berücksichtigt allerdings viele Situationen nicht, wie sie in Unternehmen häufig auftreten. Zum Beispiel, dass in der Firma keine Zeit bleibt, sich in Ruhe und intensiv in neue Themen einzuarbeiten, Pflichten zu übernehmen oder sich mit neuen Arbeitsmitteln vertraut zu machen. 

Solche Situationen sind heute besonders in innovativen Unternehmen immer häufiger anzutreffen, aber nicht nur.

Auch Organisationen mit traditionellem Aufgabenbereich (z. B. Postämter oder Behörden) gehen zunehmend auf die Bedürfnisse der Verbraucher ein, indem sie moderne Technologien einsetzen. In solchen Fällen steigt die Nachfrage nach neuen Kompetenzen in der Regel in kurzer Zeit erheblich. Diese Kluft zwischen den Anforderungen des Unternehmens und den Fähigkeiten des Teams lässt sich mit Learning and Development erfolgreich überbrücken.

Neue, effektivere Wege des Lernens

Wir alle wissen, wie Wissenstransfer üblicherweise in Unternehmen abläuft: Schulungen, unstrukturierte Gespräche mit Kollegen und Mitarbeitern oder die Erledigung von Routineaufgaben. Heute reichen solche Lösungen nicht mehr aus. Moderne Lernmethoden machen den Prozess der Mitarbeiterentwicklung wesentlich effektiver. Digitalen Lernmittel nutzen die neuesten Entwicklungen im Bereich der Psychologie. Nachfolgend finden Sie eine Liste mit effektiven Lernmethoden und wie sie angewendet werden können.

Soziales Lernen

Soziales Lernen beruht auf Beobachtung und Nachahmung von Experten beruht. Auf diese Weise können die Mitarbeiter bestimmte Fertigkeiten erlernen und das erworbene Wissen anschließend in der Praxis anwenden. Untersuchungen der Brandon Hall Group haben gezeigt, dass sich der Einsatz von sozialem Lernen im Vergleich zu herkömmlichen Lernformen im Verhältnis 75:1 auszahlt. Digitale Lösungen, die soziales Lernen  nutzen, schaffen eine Kultur des Wissensaustauschs innerhalb des Unternehmens.

Peer-to-Peer-Lernen

Die Peer-to-Peer-Methode bedeutet gemeinsames Lernen und Wissensaustausch zwischen Mitarbeitern mit ähnlichen Kompetenzen. Diese Methode erfreut sich zunehmender Beliebtheit, u. a. weil sie erhebliche Einsparungen verspricht.  Das Lernen findet hierbei horizontal statt, d. h. die Mitarbeiter lernen gemeinsam, und nicht vertikal, d. h. zwischen Führungskraft/Experte und Mitarbeiter.

Der gemeinsame Ausgangspunkt und die Vertrautheit mit dem Arbeitsumfeld ermöglichen den Mitarbeitern Beziehungen aufzubauen, die darauf beruhen, dass sie die Situation des anderen gut verstehen. Diese Bedingungen fördern Vertrauen, und eine solche angenehme Atmosphäre ermöglicht eine ebenfalls angenehmere und damit effektivere Aufnahme von Wissen. Ein weiterer Vorteil ist die Verbesserung von Selbstwertgefühl und Fremdwahrnehmung. Der Wissensaustausch mit Kollegen ermöglicht ein verlässliches, tiefgehendes Feedback. Im Peer-to-Peer-Prozess selbst werden so auch neue Fähigkeiten wie Kooperationsfähigkeit, kritisches Denken, Problemlösefähigkeit und Durchsetzungsvermögen erworben. Das liegt daran, dass in dieser Beziehung niemand seine Autoritätsebene verlässt. Kooperation ist die Grundvoraussetzung für diesen Prozess.

In vielen Unternehmen werden Lernmanagementsysteme (LMS) als ein Instrument für den Wissensaustausch von oben nach unten betrachtet. Dies muss jedoch nicht so sein und sollte es auch nicht. Auf flexiblen Plattformen können verschiedene Arten von Inhalten geteilt werden. So können Mitarbeiter Dokumente, Listen mit Tipps oder erworbenes Wissen untereinander austauschen. Die Gestaltungsfreiheit bei der Erstellung von Inhalten führt zur freiwilligen Nutzung der Plattform, was wiederum das Engagement im und fürs Unternehmen fördert. Um die Kontrolle über die gemeinsam genutzten Inhalte zu behalten, ist es ratsam, die gemeinsam genutzten Dokumente von Administratoren der Plattform genehmigen zu lassen.

Blended Learning

Beim Blended Learning werden verschiedene Lernmethoden miteinander kombiniert. Das beliebteste Modell umfasst sowohl den traditionellen direkten Kontakt mit dem Dozenten als auch E-Learning. Fernlernplattformen bieten uneingeschränkten Zugang zu Wissen in Form von Kursen, Videos, Konferenzaufzeichnungen oder Tests – und damit die Weitergabe von Wissen im Unternehmen. Sie ermöglichen auch eine erhebliche Zeitersparnis – sowohl für die Personen, die das Wissen vermitteln, als auch für die Empfänger, da die Kurse zu jeder beliebigen Zeit erstellt und angeboten werden können. Zugleich sorgt diese Methode dafür, dass der Lernprozess messbar ist.

Im persönlichen Kontakt mit dem Ausbilder können Kursinhalte individualisiert, die vermittelten Informationen vertieft und Zweifel und Schwierigkeiten, die beim Lernen auftreten, ausgeräumt werden. Der persönliche Kontakt ermöglicht zudem den Aufbau von Beziehungen, was vor allem bei der Einarbeitung neuer MItarbeiter von großer Bedeutung sein kann. Blended Learning ist daher so effektiv, da sich die jeweils in Fernkursen und Schulungen mit einem Dozenten erworbenen Inhalte gegenseitig verstärken.

Adaptives Lernen – KI in der Bildung

Beim adaptiven Lernen wird die Leistung der Mitarbeiter eingehend analysiert, um die Lerninhalte anzupassen. Eine solche Methode ist in einem System mit KI-Algorithmen möglich. Eine solche L&D-Plattform passt die Inhalte an die Vorlieben und Ergebnisse der einzelnen Teilnehmer an. Eine solche Lösung erstellt einen äußerst effektiven Lernpfad, der keine Langeweile aufkommen lässt und eine interessante, auf die Bedürfnisse des Nutzers zugeschnittene Ausbildung ermöglicht.

Diese Lösung zeigt, wie weit die digitale Transformation in der Aus- und Weiterbildung fortgeschritten ist. Moderne KI-gestützte Lernmanagementsystemesind berücksichtigen die Bedürfnisse der Lernenden und ermöglichen es, das Potenzial jedes Teammitglieds zu nutzen. Die letzten Monate haben gezeigt, dass die immer wichtiger werdenden Anforderungen an die Personalentwicklung und die vielfältigen Vorteile der richtigen Tools nicht zu leugnen sind. Die Ausbildung in verteilten Teams und der Transfer, der Austausch und das Management von Wissen in einer sich dynamisch verändernden Realität sind eine große Herausforderung, die sich einfach nicht leugnen lässt. Es lohnt sich, Teil der Revolution zu sein, die digitale Lernstrategie heißt.

Sources:

  1. Business Wire
  2. Brandon Hall
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