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BLOG: LMS

Wie unterscheidet sich eine E-Learning-Plattform von einem LMS?

E-Learning-Plattform und LMS

Die sich ändernden Bedürfnisse von Mitarbeitern in Bezug auf die Aus- und Weiterbildung haben viele Unternehmen dazu veranlasst, auf moderne Bildungsplattformen zu setzen. Diese Plattformen können nicht nur das Know-how der Firmen zentral bündeln, sondern auch zahlreiche sich wiederholende Aufgaben automatisieren, um die Personalabteilungen zu entlasten. Allerdings hängt alles von der gewählten Plattform und ihren Möglichkeiten ab. Was sind E-Learning-Plattformen und Learning-Management-Systeme und wie funktionieren sie?

In diesem Artikel erfahren Sie:

  1. Was ist ein Learning-Management-System (LMS) und was ist E-Learning?
  2. Wie unterscheidet sich eine E-Learning-Plattform von einem LMS?
  3. Welche Lösung sollten Sie wählen, um das Ausbildung und Entwicklung (Learning & Development, L&D) Ihrer Mitarbeiter zu unterstützen?

E-Learning-Plattform und LMS – Was ist der Unterschied?

Der Begriff „E-Learning“ beschreibt im weitesten Sinne alle Arten von elektronisch bereitgestellten Schulungs- und Lehrmaterialien. Es handelt sich um eine sehr praktische und kostengünstige Form zur beruflichen Qualifizierung und zum Erwerb neuer Kompetenzen. Es wird von den Arbeitnehmern geschätzt, weil es bequem ist, und von den Unternehmen, weil es wenig kostet. E-Learning kann überall und zu jeder Zeit stattfinden.

Was genau ist eine E-Learning-Plattform? Obwohl dieser Begriff häufig für Learning-Management-Systeme verwendet wird, ist er dafür nicht ganz korrekt. Ein Unternehmens-LMS hat viel mehr zu bieten als eine E-Learning-Plattform und hat im Allgemeinen auch eine etwas andere Funktion. Eine E-Learning-Plattform ist nämlich nichts anderes als ein Ort im Web (eine Website), an dem verschiedene Schulungsmaterialien zur Verfügung stehen. Wer sie nutzen möchte, braucht nur eine solche Seite zu besuchen, sich dort einzuloggen (falls erforderlich) und einen der verfügbaren Kurse aus dem Angebot auszuwählen.

Obwohl diese Art, Schulungsmaterialien bereitzustellen, viele Vorteile hat, ist sie aus der unternehmerischen Perspektive nicht effektiv. Warum? Um eine Schulungsstrategie effektiv umzusetzen, sind weitaus fortschrittlichere Funktionen erforderlich, die es erlauben, die Teilnehmer einzubinden, mit ihnen zu interagieren oder sogar ihre Fortschritte zu verfolgen. Aus Unternehmenssicht ist die Möglichkeit, einzelnen Nutzern Schulungskurse zuzuweisen und sie automatisch daran zu erinnern, diese zu absolvieren, ebenfalls äußerst wichtig für eine LMS-Software. Auf diese Weise können Firmen Schulungsprozesse erheblich verbessern, den Onboarding-Prozess deutlich automatisieren und auch obligatorische Schulungen (z. B. zum Thema Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz) schnell und effizient durchführen.

Da sich sowohl die Technologie als auch der Schulungsbedarf der Mitarbeiter sehr schnell ändern, ist es ebenfalls wichtig, neue Schulungskurse erstellen und die bestehenden aktualisieren zu können. Eine hochwertige LMS-Software erfüllt diese Aufgaben, da es mit vielen Dateitypen (z. B. SCORM-Dateien) kompatibel ist und deren Änderung ermöglicht. Noch wichtiger ist aber die Tatsache, dass diese Aufgabe von jedem erledigt werden kann, da die Verwendung des Schulungsassistenten einfach und intuitiv ist. Eine E-Learning-Plattform bietet solche Funktionen nicht – sie macht lediglich vorgefertigte Kurse und Schulungsmaterialien verfügbar.

Technavio hat den E-Learning-Markt für Unternehmen analysiert und geht davon aus, dass er zwischen 2020 und 2024 um 38,09 Mrd. USD wachsen wird, mit einer jährlichen Wachstumsrate von über 11 % im Prognosezeitraum. (Technavio Research

Eine weitere wichtige Funktion von LMS-Programmen ist die Möglichkeit zur detaillierten Analyse. Während die Teilnehmer auf E-Learning-Plattformen oft Abschlusszertifikate erhalten können, ist es der Ausbildungsabteilung des Unternehmens nicht möglich, die Fortschritte der Mitarbeiter in Echtzeit zu erfassen. In dieser Hinsicht beweisen LMS einmal mehr seine Überlegenheit, denn es bietet Fortschrittsverfolgung auf jeder Ebene – auf der Ebene des Unternehmens, einer einzelnen Abteilung, eines Teams oder sogar eines einzelnen Mitarbeiters. Folglich liefert LMS Es überwacht den Abschluss einzelner Schulungen und deren Beliebtheit, analysiert Testergebnisse, sammelt Feedback von Teilnehmern und vieles mehr. Diese Daten ermöglichen es der Weiterbildungsabteilung, die Materialien ständig zu verbessern, mögliche Kompetenzlücken zu ermitteln und neue Kurse anzubieten, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Mitarbeiter sowie des Unternehmens gerecht werden.

Wofür setzen Unternehmen E-Learning-Plattformen ein?

Wenn sie sich für den Einsatz von Technik entscheiden, die die Implementierung von Schulungsstrategien erleichtern soll, setzen die Verantwortlichen in der Regel auf LMS-Lernplattformen. Aber E-Learning-Systeme sind nicht effektiv genug und bieten nicht die Funktionalitäten, die in den Unternehmen gefragt sind. Dies ändert jedoch nichts daran, dass sie in vielen Unternehmen eine nützliche Ergänzung zu den Schulungslösungen der Firma darstellen, insbesondere aus der Sicht der Mitarbeiter. Viele Unternehmen, vor allem im Technologiebereich, bieten ihren Mitarbeitern als einen ihrer Vorteile den Zugang zu externen, kostenpflichtigen E-Learning-Plattformen an. Damit unterstützen sie deren Entwicklung auf vielen verschiedenen Ebenen.

Wofür setzen Unternehmen LMS-Plattformen ein?

Vor der Auswahl eines kommerziellen LMS-Programms sollte eine gründliche Analyse der Bedürfnisse des Unternehmens stehen. Auf diese Weise können viele Probleme effektiv gelöst werden. Für Manager ist die Investition in ein LMS vor allem eine Gelegenheit, die Kosten zu senken, die Umsetzung von Schulungsmaßnahmen zu verbessern, die Mitarbeiterbindung zu erhöhen und folglich deren Produktivität zu steigern. Ein LMS ist auch ein wirksames Mittel zur Senkung der hohen Abwanderungsrate, denn mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten sind heutzutage einer der Hauptgründe für einen Arbeitgeberwechsel.

Wofür nutzen Unternehmen sonst noch Learning-Management-Systeme (LMS)? Hauptsächlich für Folgendes:

  • zur Automatisierung vieler sich wiederholender Schulungsaufgaben / HR-Teams;
  • zur Erstellung individueller, interaktiver Schulungskurse (unter Verwendung verschiedener Medien, einschließlich Augmented-Reality-Elementen);
  • zur Gruppierung von Kursen zu umfassenden Schulungs- und Zertifizierungspfaden;
  • zur Zentralisierung und Organisation des Know-hows des Unternehmens und aller im Laufe der Zeit erstellten Schulungsmaterialien;
  • zur Ermittlung des Schulungsbedarfs und möglicher Kompetenzlücken;
  • zur Analyse der Beteiligung an und der Interaktion in den einzelnen Kursen, um diese zu verbessern und zu überarbeiten;
  • zur Durchführung von Umfragen, Initiierung von Diskussionen und zum Einholen von Feedback;
  • zur Erhöhung des Engagements durch den Einsatz von Gamification-Elementen;
  •  zur Verkürzung der Einarbeitungszeit auf ein Minimum (dazu gehört auch ein komplexes On-the-job-Training, das durch Augmented Reality unterstützt wird).

Welche Lösung ist die richtige?

Der Vergleich von Learning-Management-Systemen und E-Learning-Plattformen zeigt deutlich den Vorteil von LMS. Die Wahl der optimalen Lösung ist jedoch immer individuell und hängt von den Bedürfnissen des jeweiligen Unternehmens ab. Um die richtige Option zu finden, sollte man sich zunächst darauf konzentrieren, die wichtigsten Unternehmensfunktionen zu ermitteln, um dann die richtige Lösung zu wählen. Auf diese Weise vermeiden Sie Fehlinvestitionen, die dazu führen könnten, dass das Tool sich nicht so schnell rentiert wie erwartet oder dass es schon nach wenigen Jahren ausgetauscht werden muss.

Eine sorgfältige Analyse vor dem Auswahlprozess ermöglicht es Unternehmen auch, sich vor falsch benannten Systemen zu schützen. Warum? Weil es auf dem Markt LMS-Software gibt, die oft als E-Learning-Plattformen bezeichnet werden, und E-Learning-Plattformen, bei denen es sich lediglich um Tools oder Websites mit sehr begrenzten Möglichkeiten handelt. Es ist daher klüger, die Terminologie außer Acht zu lassen und sich auf die Funktionen eines bestimmten Tools zu konzentrieren – und eines zu finden, das alle aktuellen Anforderungen erfüllt und gleichzeitig so flexibel und skalierbar ist, dass es mit dem Unternehmen wachsen kann.

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