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Wie bildet man eine positive Erfahrung für Mitarbeiter dank einer modernen LMS-Plattform?

Was ist die Employee Experience

Die Mitarbeitererfahrung (Employee Experience) ist ein Begriff, der sich auf die kompletten Erlebnisse des Mitarbeiters im Kontext einer Organisation bezieht. Indem man qualitativ hochwertige Prozesse gestaltet, kann man einen enormen Marktvorteil erzielen und die Konkurrenz im Kampf um Talente überholen. Dabei lohnt es sich allerdings zu wissen worauf man bei der Erstellung von Mitarbeitererfahrungen achten sollte und wie man stetig dessen Qualität in der Organisation verbessern kann.

In diesem Artikel erfahren sie: 

  • was ist die Mitarbeitererfahrung und woraus besteht sie?
  • welche Vorteile bieten der Organisation qualitativ hochwertige Prozesse bezüglich der Mitarbeitererfahrung?
  • welche Kontaktpunkte sind wichtig in der Mitarbeiterlaufbahn und worauf sollte man achten, wenn man diese gestaltet?
  • welche LMS-Plattform bietet der Organisation in diesem Bereich einen Mehrwert?

Was ist die Mitarbeitererfahrung?

Der Begriff Mitarbeitererfahrung beschreibt die Summe an Erfahrungen und Eindrücken des Mitarbeiters, die infolge seines Kontaktes mit der Organisation entstanden sind. Diese entstehen während der Rekrutierungsphase, Arbeit in der Firma, Teilnahme an der Politik und den Prozessen, Nutzung von Tools, dem Kontakt mit den Vorgesetzten, der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern. Mit anderen Worten, in jeder Situation, die zur Meinungsbildung und der emotionalen Bindung mit dem Arbeitgeber beiträgt.

Um diese Bereiche zu systematisieren, kann man drei Kategorien festlegen, welche die Mitarbeitererfahrung beeinflussen: 

  1. Physisches Umfeld – also u.a. die Räumlichkeiten der Arbeit, das Büro und die Versorgung, Zugang zu Equipment und andere Elemente des Arbeitsplatzes.
  2. Tools und Technologien, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellt.
  3. Organisationskultur – also die Meinungen, Verhaltensweisen, Gewohnheiten in der Firma. Besonders wichtig ist in diesem Kontext der Umgang mit der Arbeit und den Mitarbeitern, und insbesondere die formellen und nicht formellen Politiken und Prozesse bezüglich u.a. der Entwicklung, des Engagements, der Gesundheit und Zufriedenheit.

3-Employee-Experience-Environments-Chart

Gojtowska.com (Quelle)

Warum ist die Mitarbeitererfahrung so wichtig?

Die Erstellung eines kohärenten und positiven Umfeldes – welches den physischen, kulturellen und technischen Aspekt beinhaltet – erlaubt es einen attraktiven Arbeitsplatz auf dem entsprechenden Markt zu schaffen. Dies bringt vielerlei Vorteile mit sich, zu denen folgende zählen:

Anwerbung von Talenten – in Zeiten, die man manchmal die Ära des “Kampfes ums Talent” nennt, in denen, laut den Berechnungen des Weltwirtschaftsforums (WEF), es in Europa und den Staaten bis zum Jahr 2030 an sogar 72 Millionen qualifizierter Arbeitskräfte fehlen kann, ist Talent eine begehrte Mangelware. In solch einer Situation gewinnt eine Firma, die Spezialisten anwirbt und ihre erste Wahl darstellt einen strategischen Marktvorteil. 

Bindung der besten Mitarbeiter – positive Erfahrungen erlauben es Spezialisten zu binden und ihr Engagement zu bauen, also ihre Energie und Anstrengung, die sie jeden Tag in die Arbeit stecken. Das betrifft besonders Personen, die hohe Ergebnisse erzielen – diese werden öfter geschätzt und haben einen Einfluss auf die ganze Organisation. 

Erzielung von Ergebnissen – die Vervollständigung und Erstellung eines eingespielten Teams, welches sich durch Engagement, Loyalität und hohe Produktivität auszeichnet, wirkt sich auf die Erreichung der Ziele aus, die den Mitarbeitern gestellt werden. Zudem, wenn Spezialisten in einem positiven Umfeld arbeiten (in Bezug auf die drei oben genannten Aspekte) zeichnen sie sich durch mehr Kreativität bei der Entwicklung von Lösungen für die ihnen gestellten Probleme aus und häufig steuern sie zu Erfolgen bei, die über die Erwartung der Geschäftsführung hinausgreifen.

Wie kann man die Mitarbeitererfahrung verbessern? 

Wenn man in einer Organisation positive Erfahrungen gestaltet, muss man sich um die ganze Mitarbeiterlaufbahn und um jeden der drei Bereiche, die sie ausmachen, kümmern. Das bedeutet, dass man sich einerseits um die Kohärenz der Prozesse der Employee Experience und der damit verbundenen Candidate Experience kümmern muss – so, damit für die authentische Attraktivität der Firma und des Angebotes, und auch keine Enttäuschungen nach dem Beitreten der Organisation gesorgt ist. Man darf auch nicht die Integrität der Customer Experience vergessen (ein Kunde kann schließlich ein Mitarbeiter werden und ein Mitarbeiter – ein Kunde).

Andererseits muss man die Erfahrung des Mitarbeiters umfassend gestalten – vom Onboarding bis zum Offboarding. Die Mitarbeitererfahrung betrifft solche Bereiche wie:

  • Rekrutierung und Einstellung
  • Einführung
  • Leistungen
  • Produktivitätsmanagement
  • Ausbildung und Entwicklung
  • Anerkennung der Mitarbeiter
  • Firmenkultur
  • Engagement der Mitarbeiter 
  • Diversity und Integration 
  • Umstrukturierung des Unternehmens

Positive Erfahrungen der Mitarbeiter in den oben genannten Bereichen kann man dadurch erreichen, dass man ein Umfeld erstellt, in denen der Schwerpunkt auf den folgenden vier Elementen liegt: 

1. Beziehungen

Dabei geht es um Beziehungen, die man zwischen dem Angestellten und seinen Mitarbeitern und Vorgesetzten aufbaut, und auch die Kontakte mit Personen außerhalb des Teams. Die Beziehungen betreffen allerdings nicht nur Menschen. Man sollte sich auch darum kümmern, dass man sich mit der Mission, den Werten und Zielen der Firma identifizieren kann. 

2. Leistungsfähigkeit

Bedeutet die Erstellung von Bedingungen, in denen der Mitarbeiter klar versteht, was er oder sie zu tun hat, um erfolgreich zu sein. Dies führt dazu bei die Zweckbindung der ausgeführten Aufgaben zu verstehen. 

3. Anerkennung

Dies betrifft das Gefühl, dass die ausgeführte Arbeit Sinn macht und einen Wert mit sich bringt. Man sollte sowohl die tägliche Arbeit als auch den Beitrag zur gesamten Organisation erkennen können.

4. Entwicklung

Hierbei handelt es sich um die Möglichkeit sich weiterzubilden, ständiges Feedback zu erhalten und die Karriereentwicklung zu unterstützen, in Bezug auf kurz- und langfristige Ziele.

Verbessern Sie die Mitarbeitererfahrung dank einem LMS

Organisationen, die Unterstützung bei der Gestaltung von positiven Mitarbeitererfahrungen suchen, wählen immer öfter dafür bestimmte Tools. Eine Plattform für Mitarbeitererfahrung ist eine attraktive Lösung, obwohl die meisten von ihnen nur auf Zuschüsse und Zusatzleistungen beruhen. Solch eine Lösung wirkt sich positiv auf das Engagement der Mitarbeiter aus, bietet allerding keinen umfassenden Ansatz für die Thematik. Deswegen lohnt es sich ein Learning Management System, also ein LMS, in Erwägung zu ziehen. Dieses erlaubt es die Erfahrung der Mitarbeiter auf mehreren Ebenen ihrer Laufbahn in der Organisation zu verwalten

1. Rekrutierung 

Auf dieser Etappe erlaubt es ein LMS Kompetenztests für Kandidaten zu erstellen und zur Verfügung zu stellen und ihre Kompetenzen zu prüfen, was den Rekrutierungsprozess verbessert und die Erfahrung des Kandidaten positiv beeinflusst.

2. Onboarding 

E-Learning erlaubt es die Kurspfade, die für die Arbeit in der Organisation unentbehrlich sind, zu vereinfachen (Eng. learning tracks). 

3. Ausbildung und Entwicklung

Ein System für Fernbildung (LMS) erlaubt es Herausforderungen zu stellen und Kurse im Rahmen der Entwicklungsstrategie in der Organisation zuzuordnen, wobei es gleichzeitig für eine positive, digitale Erfahrung der Mitarbeiter sorgt. Sie müssen nicht vor Ort sein, sondern nur die Mitteilungen über die verfügbaren Kurse verfolgen.  

4. Anerkennung

E-Learning-Plattformen erlauben es die Erfolge der Mitarbeiter direkt mit Abschluss-Zertifikaten anzuerkennen. Da man Zugriff auf die Ergebnisse hat, kann man einfach Berichte erstellen und die besten Mitarbeiter belohnen, selbst auf Management-Level. Dank einer digitalen Plattform kann man gewünschte Verhalten fördern, die Organisationskultur verbessern und anspruchsvolle Entwicklungsziele setzen.

Quellen:

  1. Rasmus Ankersen “Kopalnie talentów”
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